Panama City

Der grosse tag fängt früh an 04:00; in Dunkelheit eine dreckige Kette raufziehen – ich liebe das Segeln. Unser Pilot, Victor kommt eine halbe Stunde früher als geplant, aber wir sind anscheinen Schuld, in der Schleuse ein Schiff verpasst zu haben. Naja es kommen ja genug von diesen Monstern.Stefanie und ihr Mann Saul, die kleine Schwester und Jack sind unsere Linehandler. Ähh, die einen Kochen, der eine bemüht sich und der andere bewegt sich nicht viel aber wenn dann auch effizient und leert den Kühlschrank. Rechts von uns eine 42 Benneton, links hängen wir am Schlepper. Vor uns die Mandarin Moon aus Singapore. Schon beeindruckend die Schleuse, im 1913 erbaut und noch Orginal im Betrieb. 3×10 Meter hoch, dabei immer wieder losbinden, anbinden, vorfahren…Der Kanalsee (Süsswasser) ist wirklich schön, wieviel Indios beim Bau ihr Land verloren haben interessiert wahrscheinlich niemanden mehr. Es würde sich lohnen hier für eine Nacht vor Anker gehen und die kleinen Urwaldinseln, die überall wie Pilze erscheinen, zu erkunden, dies ist jedoch Verboten. Wir sehen sogar sie pechschwarzen Affen, aber die beschriebenen „white balls“ leuchten nicht wie erzählt (gar nicht zu erkennen).Ab und zu kommt uns ein Monster entgegen. Victor hat heute keine Lust zum Arbeiten (hätte frei gehabt). (fahrt schneller sonst kommen wir nicht in einem Tag durch) (jaja du willst heim), aber wir sind wirklich langsam. Die Maschinen laufen auf vollen Touren und wir machen nur 6 Knoten? – zu schwer! Wir sollen die „Hunday 127“ überholen, was hat die echt geladen?, aber nach der engen Passage gibt sie wieder gas. Es wird ab und zu eng, aber no problemo. Kurz noch die 100 Meter Leine durchschneiden (wir brauchen 2×40 Meter) – erledigt. Hmm, die neuen Leinen sehen ziemlich kurz aus, ich glaube das waren gar keine 100 Meter eher so 70 – hopla, jetzt haben wir eine genug lange Leine weniger. Zum Glück ändern sich die Pläne des Piloten von Minute zu Minute und wir brauchen die Leine ev. doch nicht. Sehr wahrscheinlich gehen wir wieder mit der Mandarin Moon runter, aber es gibt ja noch einige Minuten um die Pläne zu ändern (unterwegs hat Victor noch ein Ersatztfunkgerät erhalten, ich denke ich weiss jetzt auch warum).Alles in allem ist nach 5 Stunden der Pacific in Sicht.Tatsächlich, wir sind vor der Mandarin wieder an einem Schlepper in der ersten Schleuse. Jetzt kann eigentlich fasst nichts mehr passieren. 10 Meter runter, 500 Meter über den kleinen See und ab in die zweite Schleuse. Nochmals 10 Meter runter, rein in die dritte und letzte. Die Schleusen sind riesig und wirklich beeindruckend, vor allem wenn man sich die Mandarin ansieht, knapp einen Meter Platz auf jeder Seite (ich glaube die Schiffe werden nach den Massen des Kanals gemacht). Die Türen öffnen sich und wir sehen ihn, el Pacifico!Victor ausladen (eigentlich war er ein Arsch), unter der einzigen Brücke über den Kanal durch und ab in den nächsten Hafen.Im Hafen angekommen neigen sich die kühlen Cervecas schon wieder dem Ende, aber zum Glück gibt’s noch alte Bekannte, die November liegt auch hier vor Anker….Natürlich, wir liegen nicht gut, den bei Ebbe geht’s ja 6 Meter runter, o.k. umparkieren (dreimal, der Anker hält nicht). Bilanz: Alles ging gut, nur neu ist die Wasserpumpe beim rechten Motor undicht und links funktioniert die Lichtmaschine nicht. Noch mehr herumrennen am Montag…Jack und die zwei Schwestern verlassen das Schiff.

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